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Schalke
vs. Hansa 0:2
"Wir haben alles erlebt" --
Unter diesem Motto könnte man die Auswärtsfahrt
nach Gelsenkirchen abheften...
Nach langer Abstinenz rafften sich ein paar Repira-Jünger
auf, um den FC erstmalig in dieser Saison nach alter
Manier zu supporten. Um die Kinder mal beim Namen zu
nennen, Föcksche, Danster, Jimbo, Danny und meiner
einer, der Rocky. Um sechs Uhr morgens, nach langen
Versuchen, dat Föcksche aus dem Bett zu kriegen,
brachen wir auf, um Schalke das Fürchten zu lehren.
Schnell paar Dosenkaffee eingesackt,damit die Augen
nicht wieder zufallen, und los gings auf die Bahn, wo
schon der Danste wartete. Dieser wiederum rechnete,
wieso auch immer, mit unserer Unpünktlichkeit,
und ergatterte gleich ein ausgiebiges Fühstück
mit Kaffee,belegten Brötchen und ner Bild. Das
warf unseren minutiös getimeten Zeitplan um Quantensprünge
zurück. Nun gut, damit musste Jimbo dann leben,
der schon in Moisling wartete. Kurzer Boxenstop, paar
Sachen umgepackt, und schon gings weiter Richtung Wilhelmshaven.
Zwischenzeitlich hielten wir Danny auf dem Laufenden.
Mit ihm konnten wir es uns heute wirklich nicht verscherzen,
denn er war der Verpflegungsbeauftragte und hatte wirklich
einiges auf Lager. An dieser Stelle ein ganz grosses
"Danke" an Puppe. So nahmen wir den Umweg
über Whv. gern in Kauf. Von dort begann dann die
letzte Etappe der Tour Richtung Ruhrpott. Danster, der
den Fahrer mimte, wollte heute keine Geschwindigkeitsrekorde
brechen. Somit lief das ganze wohl eher unter "Reisen
statt Rasen", "Geschwindigkeit runter, Sicherheit
rauf" , und was uns noch so einfiel. Aber er versuchte
später heldenhaft, seine Minuspunkte wieder auszubügeln.
Die Stimmung war, wie auf solchen Fahrten gewohnt, auf
dem höchsten Niveau (Frank sei Dank).
So nun zum Spiel. Erstaunt schauten wir erst mal auf
die neuen Auswärtstrikots. Wirklich sehr schön.
Dann noch die Aktion "Hosen runter" wie in
Freiburg, wobei einige sie lieber hätten anbehalten
sollen (s.Photos), und schon ging`s los.
Der Ruhrpott-Club in der Anfangsphase überlegen,
Schober musste sich des öfteren lang machen. Gefahr
von Schalke aber meist aus Standardsituationen heraus.
Aber da ich mich wie früher teilnahmslos wegdrehte
(ein bißchen Aberglaube darf ruhig sein!), konnte
eigentlich nix passieren. Nach 20 Minuten fand der FC
langsam ins Spiel. Nach 33 Minuten dann der lange Ball
auf Di Salvo, der lässt sich nicht lumpen und schiebt
ins lange Eck zur Führung ein. Das erste Saisontor,
da war es endlich. Die Stimmung ganz oben. Schalke geschockt,
drückt aber weiter. In der 45. Minute dann noch
ein Highlight. Ailton erweist uns einen Bärendienst
und ergattert ne Rote Karte, weil er der Meinung war,
Möhrle und Persson hätten ne Ohrfeige verdient.
Irgendwie muss man ja auffallen.
In der zweiten Halbzeit dann Hansa immer besser. Sehr
diszipliniert hielten sie hinten gegen die drückenden
Ruhrpottkicker dicht und warteten auf ihre Chancen.
Ungefähr die 60.Minute,schöne Flanke in den
Strafraum, Prica mit dem Kopf da und die Schalker Abwehr
(Bordon?) mit der Hand. Aber Herr Meyer`s Pfeiffe blieb
stumm. Dann die 77.Minute. Rydlewicz rechts am Ball,
hat Raum und Zeit, schaut, der Pass in den Strafraum,
die S04-Abwehr pennt und Di Salvo erneut goldrichtig
und schiebt auf direktem Weg zum 2:0 ins lange Eck ein.
Entgegen den TV-Berichten (die Schalke-Fans unterstützten
angeblich ihre Mannschaft bis zum Schluss), verließen
die Zuschauer nun in Scharen die Turnhalle (s. Photos).
Für uns immer mehr Grund zu feiern. Und fast hätte
Rasmussen den so hoch gelobten, aber eher hoch verschuldeten
Club (man tuschelt ja mit Verpfändung der Karten
etc. von >100Mio.), noch abgeschossen. Doch der Innenpfosten
wie im Nachschuss das Aussennetz verhinderten das Debakel
der Gelsenkirchener.
Schlusspfiff - 2:0 für den FCH - Schalke besiegt
- die Stimmbänder am Boden.
Sehr schön zu sehen, das man mit Geld eben doch
nicht alles kaufen kann.
So gegen 18.30, nachdem wir drin wie draußen noch
gut gefeiert und Fusi gezockt haben, ging die Rückreise
los. Ziemlich fertig, aber sehr zufrieden ging es in
die Heimat. Auf der Rückfahrt (ebenso lustig mit
ner Menge Boxenstops incl. akrobatischer Fusi-Einlagen)
holte Danster dann alles wieder raus und überraschte
uns mit durchaus akzeptablen Fahrleistungen.
Da war wohl jemand auf der Flucht.
So neigte sich die Auswärtsfahrt dem Ende zu.
"Wir haben alles erlebt"
Blau-Weisse Grüsse
Rocky
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