Proteste, Proteste…
Vorweggenommen es war auf keinen Fall der Tag des Hansaanhangs.
Als ich mich um 8.00 Uhr auf den Weg nach Lübeck
machte, um von der Fahrgesellschaft Lustig abgeholt
zu werden hatte ich davon noch keinen blassen Schimmer.
Maiki hatte Geb. und versorgte die Anwesenden mit reichlich
Näschereien, das dumme Gesappeln ließ die
Zeit auch schneller verstreichen. Die HPH`s konnten
auf der Bahn aufgelesen und dadurch von uns an einem
schönen Stau vorbeigelotst werden. Stolli hatte
nicht das Glück und stellte sich in den Stau… grins
Als
wir Mainz erreichten kursierte mehrfach das Gerücht
„Mainz ist ein Drecksloch, meins auch….!“ Dabei sah
es gar nicht so schlecht aus. Bis auf das Stadion, was
mir überhaupt nicht gefallen wollte. Die Leute
im Stadion haben ja nachher gut Rabatz gemacht (bei
der Tabellensituation auch nicht unverständlich!)
und man ist schön dicht dran, aber ein Gerüstbaustadion
in der ersten Liga…!!!!!!! Jedem der es nicht wissen
wollte hätte ich berichten können Layer –
Gerüste Allround. Aber wer will das schon wissen,
wenn so ein hässliches Stadion dabei rauskommt!!
Um
das Stadion am Bruchweg nicht weiter betrachten zu müssen,
zog es uns erstmal in ne Kneipe zu absappeln über
die alten Zeiten. Zwei Isenbahner (Mine Plattfött
und Kumpel)
unterhielten mich so einige Zeit, bevor es zu den anderen
ging. Nach einem langen Hallo (den es einige mit – und
reichlich mehr als ich gedacht hatte), gingen wir zu
einem Ritualopfer über. Der linke Socken musste
gedreht werden und dann wieder Schuh an. Da denkt man
sich wenn’s hilft, ALLES FÜR DEN FCH!
Im
Vorfeld des Spiels, war es immer wieder zu sehen, dass
sich Mainzer am Gesteeingang Karten für das Spiel
zogen. Als ich nun um Einlass begehrte, die erste schlechte
Nachricht – das Banner bleibt hier! Und welch schreckliche
Nachricht für die beiden vor mir:
– MAINZER! – „Sie müssen Ihre Mainzschaals aber
abgeben, da sie ja im Gästeblock stehen!“ Nach
dummen Rumpallaver taten die es dann. Aber was geht
denn hier ab? Mainzer in unserem Block?!?!?! Na das
kann ja ein Spaß werden. Und so kam es dann auch,
100 Rostocker stehen an und bekommen keine Karten mehr
und die Mainzer Asseln hocken bei uns... Deswegen leerten
wir kurzerhand noch mal den Block und machten uns auf
in Richtung Eingang. Neben Mainzer raus – Rostock rein
und einigen anderen Gesängen, heizte sich die Stimmung
dann auch noch ein wenig auf als wieder Mainzer den
Gästebereich betraten. Nach einigen gefälligen
Abkühlungen durch Bierduschen der Mainzer die komplett
mutig hinter einem Zaun und einer davor stehenden Polizeikette
standen, beruhigte sich die Lage ein wenig, als durchdrang,
dass die Vereine schon miteinander sprechen.
Peter Schmidt hatte unseren Präsi derweil nämlich
schon angerufen und ihm die Umstände erklärt,
das hatte dann zur Folge, dass alle Hanseaten das Spiel
Ihrer Mannschaft verfolgen durften.
Trotzdem
hatten wir die schwulen Mainzer in unseren Reihen, was
für die eigene Zufriedenheit ein wenig schädlich
war. Im Block wurde zusammengerückt, damit alle
Platz fanden und der ein oder andere Jubelmainzer bekam
sein Zeichen für den Abflug!
Da
es im Block wirklich eng war, stand ich ganz günstig
dicht am Zaun und konnte so gut wie gar nichts sehen.
Was auch nicht weiter schlimm war, den die Stimmung
war gut genug zum Zeitvertreib. Außerdem bei einer
Quote von 10:0 Torschüssen für Mainz konnte
ich nicht viel verpasst haben. In der HZ – Pause traf
ich endlich mal wieder das Lehmste und den Kaische,
außerdem noch zwei Schulfreundinnen, die ich 10
Jahre nicht gesehen hatte. Fußball verbindet –
grins!
Die
zweite Hz verbrachte ich dann komplett auf dem Zaun
um wenigstens ein wenig meinen Lieblingen beim Spiel
zuzusehen. Doch was ich so sah, war Fußball Schmalkost,
jedenfalls von den Koggekickern. Die Mainzer hatten
auf jeden Fall ein besonders guten Tag erwischt und
Weiland traf schon doppelt zur Führung. Mit unserem
ersten Schuss auf Tor der Mainzer kam ein wenig Hoffnung
wieder auf und die nachfolgende Ecke brachte das Tor.
Wie sehenswert. Denn die anderen Standarts waren brutal
ungefährlich… Ecken und Flankentraining sollte
bei den Jungs bis zum Umfallen auf dem Tagesplan stehen.
Mann kann der Mannschaft nicht unterstellen, dass sie
nicht kämpft, doch ungenaue Abspiele lassen den
Ball immer wie am Gummiband zurückkommen. So wurde
auch den Konter zum 3:1 eingeleitet, wobei die Hintermannschaft
als Statisten für die Mainzer dienen durfte….
Genug zum Spiel es ging halt verloren.
Ratlosigkeit
in den Gesichtern des Anhangs. Die, die sich kennen
und irgendwie immer oder so gut wie immer da sind entschieden
sich für Sitzen bleiben. Allerdings nicht im Stadion
sondern auf der Straße… Das hatte natürlich
nur den Sinn und Zweck mit der Mannschaft zu sprechen.
Herausstreichen will ich vorweg, dass die Jungs zu Fuß
kamen und nicht im Bus aufgestockt werden mussten. Juri,
Axel Schulz, Schobi, Meggi und ein Aufsichtsratmitglied
stellten sich dann unseren Fragen und versuchten Antworten
zu geben. Die Schlangen der Presse wollten mal wieder
einen Happen auf Kosten des FC`s fressen, doch wurde
der so nette Kameramann des Feldes verwiesen bevor es
losging. Grundtenor des Gespräches war es, das
wir uns nicht gegenseitig die Augen aushacken, nur gemeinsam
geht es für den FCH.
Es
gab noch einige Einzelgespräche und wer nicht dabei
war hat Pech gehabt, ich denke man muss diese Gespräche
auch nicht breittreten.
In
diesem Sinne hoffe ich auch im Sinne des Fch auf fette
Unterstützung gegen Nürnberg.
Lasst uns einfach Punkte sammeln dann gibt es auch kein
Gerede mehr.
In
diesem Sinne
Für immer und ewig immer wieder FCH. Immer wieder,
immer wieder….
Dat
Föcksche
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