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Bericht: Hertha vs. Hansa 1:1 (Tilo & Däni)

Von mexikanischen Eisbären und viel zu langer Nachspielzeit!

Aber der Reihe nach!

Die Koffer waren schnell gepackt und die Reise ging los. Tilo, Simone, Däni und Katrin brachen am Donnerstag Nachmittag auf und hatten nichts besseres zu tun, als schon am ersten Abend den wohl besten Mexikaner Berlins zu ermitteln. Flugs ein paar dicke Steaks und furchtbar alkoholhaltige Cocktails vernascht, war der erste Tag auch schon erledigt.

Als Entschädigung für die von uns noch zu besuchenden sportlichen Wochenendhighlights folgte unsere fällige Bestrafung in Form einer ausgedehnten Shoppingtour mit weiblichem Anhang. Hierbei konnten wir unsere Qualitäten als Tütenträger eindrucksvoll unter Beweis stellen (einen schönen Dank an dieser Stelle unseren unermüdlich tätigen EC-Karten).

Nachdem auch dies erledigt war, kam der nicht zu verachtende Auftritt unseres Fernverkehrsleitsytems Tilo. Wie gesagt Fernverkehr, damit kann er üm. Berlin fand er jedenfalls ohne Probleme. Das ganze wurde in der Innenstadt schon schwieriger. Entweder er verlor vollends die Orientierung oder er hatte erhebliche Probleme mit dem Zahlenwerk der Verkehrsbetriebe Berlin-Brandenburg. 1, 2 , 3 oder 4, welche Straßenbahn nehmen wir? Und so verkam ein eigentlich kurzer Heimweg zu einer einstündigen Stadtrundfahrt durchs Berliner Ghetto. Aber gefunden haben wir unser Zuhause ja schließlich doch noch!

Jetzt aber zu den wichtigen Dingen des Lebens. Die Eisbären waren angesagt. Um uns nicht ein weiteres Mal auf Tilos Orientierungssinn verlassen zu müssen, sind wir auf Nummer sicher gegangen und haben uns Einheimischen (Dänis halbe Berliner Verwandtschaft hatte rechtzeitig für gute Stehplatzkarten in der fast ausverkauften Halle gesorgt) angeschlossen. Der Wellblechpalast schien nur auf uns gewartet zu haben. Denn dort passierte etwas, was wir schon lange nicht mehr erlebt haben. Ein souveräner Heimsieg!!!!!!! Dieses von uns so lange nicht mehr erlebte Ereignis musste natürlich prompt mit reichlich Bier und Glühwein gefeiert werden. Nach mindestens zwei Liter Glühwein pro Person hatte aber auch der Letzte von uns den Wunsch nach härteren Getränken. Also auf zum Mexikaner (kleine Empfehlung: Finger weg von den Chili-Burgern!).

Noch etwas verkatert ging es am frühen Samstag Nachmittag dann endlich auf in das umgebaute Olympiastadion. Verdammt zugige Hütte und einfach nur blau. Außer uns hatten noch ca. 10000 Rostocker den Weg nach Berlin gefunden. Da es dieses Mal überraschender Weise gar keine Sitzplatzjapper gab, war die Stimmung wirklich gut. Abgesehen davon, dass die Abwehr immer noch alles andere als sattelfest war, gefiel das Spiel an sich schon besser als zuletzt (alles andere hätte sogar uns noch überrascht!). Zum ersten Mal seit geraumer Zeit war zumindest der Kampf- und Einsatzwille deutlich erkennbar. Einige müssen aber scheinbar erst noch lernen, dass der Ball unter Bedrängnis auch mal auf die Tribüne gekloppt werden kann.

Hertha hatte den besseren Start und kam immer wieder durch Abstimmungsschwierigkeiten zu guten Chancen. Nach zwanzig Minuten konnten wir das Spiel ausgeglichen gestalten und gingen ca. in der 40. Minute nach einem schönen Angriff endlich mal wieder in Führung. So weit so gut. So richtig lustig wurde es erst kurz vor Anpfiff der zweiten Halbzeit. Aufgrund der Kälte im Bowl machten sich einige Rostocker Anhänger zum Einheizen bereit. Doch der Versuch, die Kälte durch das Zünden von einigen Rauch- und Bengalfackeln zu vertreiben, stieß beim Berliner Anhang auf wenig Gegenliebe ( Oh wie schade!). Zur zweiten Halbzeit nur so viel: Herthas planloser Sturmlauf brachte nur selten wirklich Gefahr. Zudem verpasste es Toni, den Sack in der 70.Minute zuzumachen.

Über die Nachspielzeit und deren Folgen soll an dieser Stelle geschwiegen werden. Nur so viel: Und wenn sie nicht getroffen hätten, würden wir noch heute spielen!!!!

In diesem Sinne: Alles für den FCH und auf ein Neues am Samstag, der erste Heimsieg steht vor der Tür!

Däni und Tilo


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