Repira.de - zur Startseite klicken
User online im Hansachat | Startseite | Gästebuch | Intern | Forum | Kontakt | Impressum
Home
Über Uns
Mitglieder
Berichte
Kommentare
Events
Download
Bilder
Links
HansaForum
Bericht: Deutschland vs. Holland 1:1 (Sicherheitschef)

 

EM in Portugal Deutschland vs. Holland 1:1
Auf zu unserer längsten Auswärtsfahrt


Um es vorweg zu nehmen, eine Tour betrug 2800 km, was nach den Gesetzen der Mathematik Hin- und Rücktour zusammengerechnet 5600 km ergibt. Das wir diese Strecke im Auto in 5 Tagen absitzen wollten, ließ viele ungläubig mit dem Kopf schütteln und uns als verrückt erklären. Doch wir hätten die ganzen schönen Sachen nicht erlebt, wenn wir geflogen wären. Außerdem kann man nur froh sein kein Lette zu sein und von dort anzureisen.
Ich hoffe, ihr habt mal wieder ein wenig Zeit mitgebracht, denn kurz wird der Bericht bestimmt nicht.

So. 12.06
Die Nacht wurde ein wenig verkürzt, denn um 4 Uhr stehen Eggi, Micha, Sven und Achim (Muschibärschen) vor Tilos Tür um uns einzuladen. Die Fahrt geht weiter nach Lübeck um Mauser und 06 abzuholen, die auch schon auf gepackten Koffern sitzen.
Mauser und 06 haben auf der Fahrt wohl größeres vor und entleeren im Vorwege schon mal die Punikaflaschen – auch als Klo zu verwenden!!!

Die Fahrt verläuft problemlos bis nach Frankreich, wobei dumme Sprüche und blödes Gesappel immer wieder für gute Stimmung sorgen. An einer der unzähligen Raststätten holen wir mal wieder den Fussi aus dem Auto und buffern eine Runde. Eggi schafft es hier mit einem ganz sanften Schuß an die Bordsteinkante den Ball auf das Tankstellendach zu schießen. Rettung in Form einer Leiter oder der Tankstellenbesatzung besteht nicht. Also fahren wir kurzerhand unseren T5 an die Hauswand ich nehme Eggi auf die Schultern und der schafft den Sprung in die 3. Etage. Ball gerettet und das weitere Fussipillen auch.

In Frankreich wird auch die Polizei auf unseren schönen T5 aufmerksam und die wollen ihn sich genauer ansehen, evtl. ja auch nur der Deutschlandfahne huldigen, die an der Rückseite angebracht wurde. Als Grund uns von der gut mit Mautstellen ausgebauten Autobahn zu holen gaben sie an, wir seien zu tief geflogen. Bei erlaubten 130 km/h sollen wir mit 161 km/h vorbeigeflogen sein. Das erleichterte unsere (Porto)Kasse um 90 Euro. Das wir mit dieser Spende noch glimpflich davon gekommen waren, verriet uns der Polizist auch gleich bei weiteren 10km/h zu schnell 375 Euro und bei nochmals 10 Km/h mehr 750 Euro!!

Um das Geld in der Folgezeit besser anzulegen, steuerten wir ein kleines Dorf unterhalb von Bordeux an, mit dem niedlichen Namen Mirambeu. Hier war es uns vergönnt einen Rastplatz, einen Imbiss und eine Kneipe zu finden. Mauser gekennzeichnet von den Spuren der Fahrt, benötigte diese Pause auch dringend um die Akkus aufzufüllen. Nach einer ausgiebigen Stärkung im Imbiss, machten wir uns auf in die Kneipe um England gegen Frankreich zu sehen. Häppchen konnte man sich im hinteren Bereich der Kneipe umsonst holen und Chips gab es auch umsonst, was unsere Sympathien ein wenig mehr auf die Seite der Baguettefresser zog. Als England dann in Führung ging jubelte auch nur der Wirt und 3 weitere Tommys die sich in der Kneipe eingefunden hatten. Bei dem verschossenen Elfer war gerade die Schadenfreude auf unserer Seite sehr groß und beim Ausgleich und dem Siegtor waren die Franzmänner nicht mehr zu halten. Wir allerdings auch nicht mehr, und so machten wir uns auf in Richtung Zeltplatz zu ein paar gemütlichen Pilzgen. Mir bleibt noch zu berichten, das 3 Mann aus unserer Reisegruppe neue Namen erhielten, wobei sich nur einer auf der Fahrt durchsetzten konnte. Der Sven hieß ab Frankreich nicht mehr Sven oder Klappi, sondern nur noch Schweiger! Der Grund liegt auf der Hand oder besser auf Schweigers Zunge, der Junge bekommt die Zähne nicht auseinander. Deswegen hat es mit Schweiger aber doch ganz gut Spaß gemacht.

Mo. 13.06.
Der Zeltplatz kostete uns 2,20 Euro pro Person, was auch am harten Boden und dem fehlenden Klopapier gelegen haben konnte. Am Morgen nach der ersten Nacht in unseren Zelten wurden erst mal die Wunden der Nacht geleckt, zu laut geschnarcht, zu hart geschlafen, zu kalt geschlafen…
Der gegenüberliegende Supermarkt verhalf uns jedenfalls zu einem angenehmen Frühstück.

Die Fahrt durch Spananien verlief ohne Probleme. Zu erwähnen bleibt noch Achims Geburtstag, der auf der Fahrt schon in Vorfreude durch die Berge auch gut begossen wurde. Der Flüssigkeitsbedarf schnellt auch verdammt nach oben, weil das Wetter nun schon hammerheiß ist. Unsere Rast mit Zelten, Grillen, Fussi buffern, Feuer, baden… legen wir in Braganca ein. Das liegt schon auf dem portugisischem Bereich, wohin wir ohne jegliche Kontrolle einreisen konnten. Auf der Fahrt zu unserem Zeltplatz hatten wir einen Stop eingelegt um genügend Pilzreserven und Grillutensilien zu kaufen. Ein Aldi half uns hierbei entsprechend weiter, der Super U Discounter schockierte uns mit ekligen abgezogenen Vichern mir abgehobelten Augen…!!! Als wir unseren Zeltplatz erreichtenverlagerten wir das Fussipillen auf den Parkplatz, auf den höchsten Punkt des Zeltplatzes, was zur Folge hat, dass der Ball länger geholt wurde als gespielt wird. Also entscheiden wir uns für Brückenfußball im Tal und immer wenn der Ball ins Wasser fällt, holt der der ihn zuletzt berührt hat. Mauser, Schweiger und mir (2x) fiel die Ehre zu in den Fluß zu springen um den Ball zu retten. Nach dem anstrengenden Match, gingen wir zum lustigen Baden und grillen über. Wobei der Geb. von Achim eindeutig im Vordergrund stand. Sogar Mauser der schon mit 06 eine Stunde vorher ins Zelt ist kam noch mal raus zum gratulieren.

Di. 14.06.
Der Zeltplatz hier war noch härter als der andere und dazu auch noch kälter (jedenfalls hat Eggi immer gefroren!! Warum bloß!). Die Gebühren waren auch wieder spott billig – 2,50 pro Person. Das Frühstück kam aus Dosen oder aus dem Wasserkocher!!! 06 hatte den grandiosen Einfall Trockennudeln in den Wasserkocher zu hauen und dort mit heißem Wasser aufzukochen!!!! Was bei uns nur Gelächter hervorrief huldigte er als genialen Einfall.

Das Auto wurde zur Feier des Tages noch besser geschmückt, als auf der vorherigen Reise. So erhielten nun auch die Seitenscheiben ihre Deutschlandfahnen, was unseren schwarzen T5 fast in eine Staatskarosse verwandelte, es fehlten nur noch die Standaten!! Mausers Füße hatten am letzten Tag schon ein wenig zu wachsen begonnen, was in den nächsten Tagen noch zu einem Problem werden sollte.

In Porto angekommen, beäugten wir das Stadion von außen und stellten unser Auto dann in annehmbarer Entfernung ab. Nach einigem Suchen fanden wir auch endlich Postkarten und setzten uns in ein Lokal um diese zu beschriften. Die Preise für das Essen und Trinken absolut nett. Ein Bier 1,20 und ein halber Liter Wasser 0,90 Euro, so wenig bezahlt man in Dtl. ja nicht mal am dreckigen Imbissstand um die Ecke!!!
Nachdem die Karten verschickt waren machte sich jeder in eine andere Richtung auf. Eggi, Schweiger und Micha in Richtung Stadt. Mauser und 06 schleiften Tilo, Muschibärchen und ich noch bis zum Stadion mit, wo sie dann in einer Kneipe versackten. So machten wir 3 uns alleine auf um Porto zu erkunden. Eigentlich hatten wir vor den Atlantik zu begutachten, stellten aber nach einer halben Stunde Fußmarsch fest, dass das evtl. doch zu weit sein könnte. Deswegen entschieden wir uns für eine Besichtigung der Stadt, wobei unser Hauptaugenmerk darauf gerichtet war den Platz mit den vielen Deutschen zu finden, den uns Eggi mittlerweile beschrieben hatte. Alles durchfragen hatte keinen Sinn, da die Portugiesen keine Ahnung von dem Platz hatten. So kamen uns dann KD und seine Frau zur Hilfe, die einen Stadtplan hatten. Als wir den Platz der Deutschen dann gefunden hatten, tummelten sich hier wohl an die 300 Leutz. Einige Bekannte aus Lautern, Frankfurt und HH wurden begrüßt und ein kleiner Schwatz gehalten. Rostocker hatten sich auch eingefunden, wobei ich die Sturmgevögelten erst am Stadion getroffen habe.

Tilo, Muschibärchen und mich zog es aber dann auch weiter die Stadt zu erkunden.
Meinem absolut genialen Orientierungssinn hatten wir es dann zu verdanken, dass wir doch noch am Wasser gelandet sind und nicht wie erst geplant in Richtung Stadion unterwegs waren. Die Deutschen die uns unterwegs begegneten, lachten uns aus, als wir erzählten, wir wollen zu Fuß zum Stadion!! Aber ich kannte mich ja aus und hinter der nächsten Brücke kommt schließlich schon ähhhh…..
Scheiße wo ist das Stadion??? Ein freundlicher Busfahrer beschrieb uns die Strecke auf jeden Fall schon mal als sehr weit. Und als er über seine Stadtplankarte hinaus zeichnete war mir klar, dass mein Drang Wasser zu sehen einfach zu groß war. 6-7 km vom Stadion entfernt, ist doch schon ein ganz heftiges Stück, vor allem bei den Temperaturen um 34°C!!!
Glücklicherweise konnten wir auf die U-Bahn in 1,5 km Entfernung zurückgreifen und so doch noch zügig zum Stadion gelangen. Hier war es auch viel schöner als in den Elendsvierteln vorher!!!
Am Stadion war schon ordentlich Betrieb. Die Käsefresser haben durch die
Bank auch alle wat Oranges an!!! Die schämen sich auch nicht für ihr Aussehen – wie die rumlaufen!!!!

Die Einlasskontrollen am Stadion der absolute Witz. Meine Karte ist bis heute nicht abgerissen und meine Taschen nicht durchsucht (außer von mir). Selbst unser Rucksack wurde nur von außen abgetastet!! Da ist jede Kontrolle bei einem 4. Liga Match heftiger in Deutschland!
Im Stadion angekommen, wurde wie üblich das Banner befestigt. Hier möchte ich noch mal den Deutschen danken, die ganz freiwillig ihre Banner noch mal verschoben haben, damit unser Ding dazwischen passt!!

Das Spiel an sich schon vor den Augen schwante uns nichts gutes, wenn man sich die Massen der Holzschuhträger ansah. Doch nur bei Ihrer Hymne hatten die Oranjes die Nase vorn. Und das auch nur, weil unsere mal wieder in die Länge gezogen und schrecklich vorgetragen wurde. Ab dem Anpfiff hatten die Käselutscher nichts mehr entgegenzusetzen. Die Holländer nahmen ihr Recht auf Sitzplätze sofort wahr und pflanzten sich auf ihre Ärs….
Auch hinter uns wurde kurz Gemurmel laut, wir sollten uns hinsetzen. Mit einem kurzen Hinweis darauf, dass ich nur sitze, wenn ich Auto fahre, war das Thema aber schnell vom Tisch. Der Support auf unserer Seite, war der beste den ich je bei einem Deutschlandspiel erlebt habe. Vom Wechselgesang der Blöcke, über Mexico bis hin zu Sieg (schweinelaut!!!!), war einfach alles super fett und rief sogar die Japper auf den Plan, die vorher noch gesessen hatten. Ein Vorteil war wahrscheinlich auch, das sich der Pöbel und die Neckermannreisenden gut vermischten und somit ein riesiger singender Mob entstand! Jedenfalls hatten die Pantoffelhelden aus dem Nachbarland nichts entgegenzusetzen! Die waren einfach nur scheisse!!!!!
Sehr witzig war auch unser Gesang:“Schwule, schwule Holländer….!“
Woraufhin mich die neben mir stehenden Holländer fragten, was schwul sei, zeigte ich nur auf die beiden und machte ihnen eine eindeutige Geste. Tilo erläuterte das gezeigte noch mit den Worten Gays und nun hatten sie es auch begriffen!!

Zum Spiel (was wohl alle gesehen haben) bleibt nur zu sagen; eines der besten
Spiele der letzten Jahre! Jedenfalls bis zu 60 min. Denn ab da an stellten Rudis Jungen das Fußball spielen ein. Frings hatte für die Deutschen die Führung erzielt und die Mannschaft hatte sich bis dahin sehr gute Chancen herausgespielt. Doch ab der 60. Minute stellten sich die Deutschen ganz tief hinten rein und der Ball wurde nur noch nach vorne gedroschen. Das Kurany diese Bälle nicht verwerten konnte steht hier außer Frage. Ballack verließ sich in dieser Zeit auch mehr auf Ball querlegen, als auf Druck aufzubauen und Schweini versuchte viel, doch der Ergeiz ließ ihn einen nach dem anderen Ball verlieren. So kam es wie es kommen musste,
Ernst verdaddelt den Ball an der Eckfahne (super unnötig), die hereinkommende Flanke verwandelt Van Nistelroy wunderschön zu Ausgleich!!
Nun ging langsam bei mir das Zittern los und ich bettete, keine Blamage zu erleben, wie die Engländer!! Zum Glück blieb diese Demütigung aus und alle gingen relativ zufrieden mit dem gerechten Unentschieden nach Haus.

Auch wir machten uns direkt auf den Heimweg, obwohl alle noch gerne dageblieben wären um noch einige Spiele der Deutschen zu sehen.

Mi. 15.06.

Eigentlich hatten wir noch vor das Stadion in Breda zu betrachten aber Aufgrund der vorangeschrittenen Zeit entschieden wir uns um. San Sebastian sollte unser Ziel werden. Aufgrund von kleinen Unstimmigkeiten verpassten wir leider S. Sebastian und fuhren erst in Royan an den Atlantik um zu baden. Mauser dessen Füße immer weiter anschwollen wurde von uns in einem Krankenhaus abgeliefert und konnte nach 2 Std. ohne merkliche Besserung wieder abgeholt werden.
Die Fahrt ging dann weiter in Richtung Paris vor dessen Toren wir in Durdan noch einmal ausgiebig zelteten mit grillten. Die Freundlichkeit der Menschen dort, war unübertroffen. Jeder in dieser kleinen Stadt war super freundlich und einer borgt uns seine Kreditkarte zum tanken (natürlich gegen cash) und brachte uns noch zu einem Supermarkt. Danach stieg gleich wieder einer zu und fuhr mit uns Zigaretten kaufen.
Der Abend klang aus bei einem gemütlichen Feuer und endlich mal schlafen auf einem halbwegs weichem Untergrund…

Do. 16.06.

Die Einreise zurück in Deutschland!!!
Endlich daheim dachten wir und stellten uns erst einmal in einen der unzähligen Staus auf Deutschen Landen. Doch irgendwann kamen wir auch in Lübeck an. 06 und Mauser wurden aus dem Auto geschmissen und unsere Reise im Osten beendet!
Ich wünsche Mauser von hier aus noch mal gute Besserung!!!

Auch diese Tour wird mir ewig in bester Erinnerung bleiben, ich hoffe den anderen geht es genauso. Zum Schluss wieder einige dumme Sprüche die immer wieder auf der Fahrt gefallen sind zu Erinnerung!! Einige können nur von den Mitreisenden verstanden werden, was auch gut so ist.

1. Schlandfahne mit Marienkäfer
2. Auto mit Dach
3. Ja da ist doch der Atlantik
4. Schweiger
5. Mauser gleich Gollum nach seiner Fußerweiterung
6. Seit dem Mauser auf großem Fuß lebt, ist er ganz schön eingebildet!
7. Wer fährt denn da!?
8. Deine Mutter (……) Alter mann!!!
9. Frage an den Schweiger nach ¾ der Fahrt wie sein Fazit lautet:“Positiv!“
10. Wenn man Schweiger eine SmS schickt, bekommt man eine leere zurück!!!
11. Auch Mauser war am Atlantik!
12. ……………………. Und und und


Also es gab noch viel mehr Blödsinn und eine solche Reise muß man mitgemacht haben. 5600 km der reine Spaß.

In diesem Sinne ich hoffe auf eine Wiederholung!!


Alles für Deutschland und noch mehr für den FCH

Dat Föcksche

zur Berichtsübersicht

  Copyright 2000-2004 "die Recknitzpiraten"