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Ihr werdet uns nicht los...
Doppeldeutigkeit trotz nur einem gefallenem Tor- kein Widerspruch in sich - obwohl diesem Satz auch irgendwie noch jeglicher Sinn fehlt, aber egal - später mehr dazu!
Nach dem grandiosen 1:4 gegen die Münchner Löwen am vergangenen Samstag machten wir uns diesen Samstag auf den Weg zu den Schwarz-Roten Bayern. Schon im Vorfeld wurde beschlossen, dieses Mal auf die Schiene auszuweichen und so kam ich zu meiner ersten FREIBEUTER ASSI TOUR - und Assi war es - das kann ich versprechen ;).
Morgens um 9 wurde der Freibeuter Kai von Korinna und mir in Eschborn aufgegriffen und im Frankfurter HBF bestiegen wir zusammen mit Andi, dem Federvieh und Waldhase Marco den RE gen Nürnberg. Noch innerhalb der Frankfurter Stadtgrenzen wurden sie ersten mit Hülsenpfand belegten "Holsten knallt am dollsten" Dosen an den Start gebracht. Marco brachte mit seinen Becks Hülsen ein wenig Abwechslung in die dreineinhalbstündige Zugfahrt, und Kai widmete sich mit zunehmendem Engagement seiner Mischung die nach eigener Aussage schön "bleede im Kopp" macht.
So, FrauFFm übernehmen Sie...
Im Frankenland, schon reichlich bleede im Kopp, angekommen wurden wir von Kliko-Raik, seiner Schwester und Ecki, Andis Studienkumpan, begrüßt. Schnell noch ein Schließfach für´s Pfandblech aufgesucht, und dann ging´s mit der S-Bahn zum Stadion. Zur Einstimmung gab es hitzige Sanges- und Schlachtrufduelle mit einer Gruppe sieben-, achtjähriger Jungens, die uns mit einem kreativen hochgestimmten "Rostock buh" im Akkord Paroli boten.
Der Weg vom Bahnsteig zum Bierzelt war den meisten schon bekannt, und so ging´s auf, vor dem Spiel noch gemütlich ein Bierchen zu trinken und einigermaßen im Warmen zu sitzen. Wir Freibeuter hatten ja letztes Jahr schon einschlägige Erfahrungen mit dem Assitum der Nürnberger Fanszene machen dürfen. Damals flogen nach aggressiven Pöbeleien Aschenbecher und Biergläser in unsere Richtung, in dessen Folge wir das Lokal freiwillig verlassen haben. Diesmal waren die Kiddies nicht viel einfallsreicher, denn wir sind gleich am Eingang zuerst dumm angemacht, dann mit Steinen beworfen (clevere Idee, das Festzelt zu pflastern) und angespuckt worden sind. Die Security hat sich gleich mal verdrückt - the same procedure as every year...
Wieder draußen haben wir Pfütze und Schwedter Hansafan getroffen und es uns mit einem Bierchen vor einem Schuppen gemütlich gemacht. Kai hat die Gelegenheit genutzt, ein Nickerchen zu machen, um anschließend mit Lehms im Schnee zu pogen, weil drinnen ordentlich Onkelz röhrten. Toller Einfall der DJ´s, die ohnehin schon angeheizte Grundstimmung der Nordbayern mit "Kneipenterroristen" anzustacheln.
Dann ging´s durch den Schnee zum Station und in den Block. Irgenwie hörst Du von allen Seiten, heute geht was, ich hab das im Urin, heute geht echt was, heute will ich Torpogo. Dann schaust Du zehn Minuten zu und denkst, nee, ich glaub eher nich. Dann siehst Du, dass die Gastgeber eigentlich die besseren Chancen haben und im nächsten Moment ins Schwarze treffen könnten. Aber dann, im nächsten Moment bekleckern die sich, wie die eigenen Mannen, auch nicht mit Ruhm und vergeigen einer nach dem anderen. Und dann denkst Du, hey, da geht heute doch noch was und dann macht der Rade, der ansonsten nicht in der Lage war, einen Ball zu stoppen, geschweige denn schneller als sein Gegenspieler zu sein, das Tor vor der Pause.
Schnell noch einen Glühsaft zum Aufwärmen genommen und ab geht´s in die zweite Runde. Lantz wurde etwas konzentrierter, hatte ich das Gefühl - überdies blieb aber alles beim Alten. Der Club versuchte zwar, noch was zu reißen, scheiterte aber spätestens am zuverlässigen und sicheren Schober.
Der Support war vor allem zu Anfang der ersten Halbzeit und zum Ende der Zweiten gut, ansonsten mäßig. Lag wie so oft mal wieder daran, dass das Gros der Herren Baltic Boys und Rostocker Jungs und wie sie sich alle nennen einmal mehr in Sachen Selbstdarstellung und -beweihräucherung unterwegs waren. Eure Sache, aber echt peinlich.
Naja, drei Punkte im Gepäck und noch massig Zeit bis zur Abfahrt, vertickte Andi noch T-Shirts während der Rest der
Mannschaft aus unterschiedlichen Beweggründen nur noch weg wollte. Kai und Pfütze hatte es die Goldkrone, die im Schließfach wartete, angetan, die Anderen hatten Hunger und waren müde (oder voll, oder beides). Mir war einfach nur schweinekalt.
McDonald´s am Bahnhof wie immer auch Stunden nach dem Spiel noch überfüllt und überfordert - also ein paar Schritte gelaufen, und ein nettes Eckchen zum aufwärmen, mampfen und Schnacken gefunden. Dann wurden Pfütze und Schwedter Hansafan verabschiedet, hatten die beiden doch auch noch einen ordentlichen Weg vor sich.
Danke Korinna, den Rest schreib wieder ich...
Nachdem wir feststellten, daß die Bierreserven doch langsam aber sicher dem Ende zu gingen, sorgte der in solchen Dingen unermüdliche Andi dann schnell für Nachschub, und so konnte der Rückweg in Richtung Hesseland in Angriff genommen werden.
Während Kai eine kurze Auszeit nahm stürzten wir uns sofort auf die dargebrachten Getränke. Korinna labte sich an ihrem guten heißen Wasser *brrr* (ich musste uns beide ja auch noch nach Hause fahren...).
Irgendwann hatte dann der olle Kai ausgeschlafen, und es wurde richtig Assi ;). Durch Striptease, Vier-Mann-Uffta und kleinere Pöbeleien wurde auch das Rentnerpärchen dazu bewegt, sich in den nächsten Waggon zu bewegen. Der Plan, mit ihnen umzuziehen, wurde dann doch um des Friedens willen fallen gelassen. Eine Bahnhofsuffta in Würzburg rief dann auch die Zugbegleiterin auf den Plan, die sich selbst von Kais Adonisköper und seiner ausgereiften Herr der Ultras Gollum- Performance überzeugen wollte. Sonst ging auch noch eine Menge. Andi überraschte die Ente mit seinen homoerotischen Avancen und Marco outete sich als Toilettenpapiermann. Eine Viertelstunde vor Ankunft in Frankfurt waren auch die letzten Bierreserven aufgebraucht, und kurz nach 23 Uhr waren wir dann endlich wieder zu Hause.
Alles in Allem eine richtig entspannte Freibeuter-Assi-Tour.
*SING* Wir ham gewonnen, Wir ham gewonnen, Wir ham gewonnen, Wir - ham - gewonnen *SING*
MFG aus FFM und ALLES FÜR DEN FCH
Lehms und Korinna
Ps.: Jetzt den Lausitzern den Schneid abkaufen, dann können wir die nächsten Spiele gegen Looserkusen und die Ruhrpöttler angehen.
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