|
Jo - also das letzte Spiel vor dem Jahreswechsel stand
an und nach dem grandiosen Sieg gegen das Bergvölkchen
der Bajuwaren ging man frohen Mutes an diesen stürmischen
Mittwoch heran.
In Barth sollte ich noch Steffi, Ihren Bruder Björn und
unseren Chefkritiker abholen. Auf dem Weg von Stralsund
an den Barther Boden schaukelte der White Flash (mein
Sportcoupé) auch ganz fürchterlich, was wohl an den
leicht stürmischen Winden lag. In Barth angekommen,
wurden meine drei Begleiter auch schnell eingepackt und
schon ging es nach dem Plündern des Geldautomaten gen
Rostock.
Die Wetterverhältnisse besserten sich immer mehr, je näher
wir der heiligen Stätte, dem Ostseestadion, kamen und
als wir unser Gefährt beim Hansa-Filmpalast parkten,
war es bis auf die niedrigen Temperaturen doch ein schöner
Winterabend.
Also ging es Richtung Bowl und die drei kauften noch
schnell ein paar Karten bevor wir das Föckchen, Günn
und Daniel am FP trafen. Der Danste frisch aus den
Staaten zurückgekehrt hatte wohl knappe 36 Stunden
nicht genächtigt und war schon ganz heiß auf sein
zweites Heimspiel dieser Saison.
Nachdem Rocky auch eingetroffen war, schlugen wir den
Weg Richtung 27a ein und besetzten das Stadion in
unserer uns ganz eigenen Art - nämlich ganz normal (was
für einen Schwachsinn schreib ich hier eigentlich?).
Die Suptras hatten wieder einmal Ihr Konto geplündert
und so war zu Beginn des Spiels eine wunderbar
romantische Wunderkerzenchoreo zu bestaunen *g*.
Die knapp 16000 Zuschauer im heimischen Ostseestadion
sahen zu Beginn des Spiels 2 vorsichtige Mannschaften,
die sich erst mal abtasteten. Auf Seiten der Rostocker
durfte Dietmar Hirsch von Beginn an ran. Marcus Lantz
fehlte aufgrund einer Verletzung dagegen.
Da die Hanseaten in Ihrer Bundesligageschichte noch nie
dreimal hintereinander gewonnen hatten aber Juri in der
Funktion des Cheftrainers noch nie verloren hatte, war
man doch frohen Mutes nicht mit einer Niederlage in die
Winterpause gehen zu müssen. Das es anders kommen sollte,
ahnte zu diesem Augenblick noch keiner und auch ich wußte
noch nicht, das ich nun hier sitzen würde und den
Bericht verfassen soll. Eigentlich war unser Manager mit
dieser Aufgabe betraut worden.
Das Spiel plätscherte so dahin und man vermisste den
engagierten Kick, den unsere Mannschaft gegen die Bayern
absolvierte. Es war keine Dynamik im Spiel. Grätschen
waren eine Seltenheit und anstatt den Ball nach Vorne zu
spielen, wurde sich lieber noch einmal umgedreht und der
Ball nach hinten abgegeben. So war es dann auch nicht
verwunderlich, als die Schalker einen Fehler im
Rostocker Abwehrverbund ausnutzten und Marc Wilmots zum
0:1 einnetzte. Danach hatten die Schalker Glück, daß
die Rostocker nicht ausglichen, denn mehrer Möglichkeiten
aus dem Spiel und Standardsituationen blieben ungenutzt,
Nachdem Ebbe Sand in der 27. Minute auf 0:2 erhöhte
ging es zur Halbzeit in die Kabine.
Juri hatte seinen Mannen wohl etwas Feuer unterm Ar**h
gemacht, denn die Mannschaft kam etwas engagierter aus
dem Kabinengang. Einen Fehler von Reck konnte Kai Oswald
in der 70. Minute ausnutzen und schloss zum 1:2
Anschlusstreffer ab. Die Hoffnung auf einen
Unentschieden oder eine Wende im Spiel machte der
Belgier Marc Wilmots allerdings in der 75. Minute wieder
zunichte als er das vorentscheidende 1:3 aus Rostocker
Sicht machte.
Nach 90 Minuten war das Spiel dann auch wieder vorbei
und man geht mit einer Niederlage in die Winterpause.
Bleibt die Frage, was man aus so einem Spiel mitnimmt?!
Die Chance, sich entscheidend von den Abstiegsplätzen
abzusetzen ließ die Mannschaft wieder einmal ungenutzt.
Im letzten Spiel als Interimstrainer verlor Juri Schlünz
seinen Unbesiegbarkeitsnimbus und Viktor Agali kann
immer noch nicht ordentlich laufen.
Bleibt nur noch zu sagen: "DANKE JURI!!!". Du
hast Deinen Job wieder einmal hervorragend gemacht.
Mal schauen, was das nächstes Jahr mit Armin Veh wird,
doch wenn man sich so seine Aussagen anhört und sich
seine Trainerkarriere anschaut, dann kann man doch
frohen Mutes ins neue Jahr gehen. Der Sicherheitschef
und meine Wenigkeit werden die Chance nutzen und ihm ein
wenig im Trainingslager in Portugal auf die Finger
schauen.
In diesem Sinne:
"Alles für den FCH" und allen Besuchern
dieser Seiten, allen Hansafans, der Mannschaft und dem
ganzen Verein ein frohes Weihnachtsfest, einen guten
Rutsch und ein mit Hansasiegen gepflastertes Jahr 2002.
Man sieht sich In Portugal.
Ciao Lehms
|